Porsche Ice Force 2016 – 911 fahren in Levi, Finnland

by

Eis und Schnee soweit das Auge reicht, die Sonne steht tief. Plötzlich heult es im Hintergrund auf und die Stille weicht einem brachialen Sound, dem des Porsche 911 Turbo S. Porsche Ice Force 2016 – 911 fahren in Levi, Finnland.

Vermutet man einen Sportwagen wie den Neunelfer doch eher auf asphaltierten Straßen oder gar den Rennstrecken dieser Welt, so stehen Besitzer dieser Ikone jährlich immer vor einem Problem – Schnee. Bewegt man seinen Traumwagen bei diesem Wetter von A nach B und wenn ja, wie, oder gibt man doch lieber dem Winterauto dem Vorzug? So seltsam die Frage sein mag, so einfach ist doch eigentlich deren Antwort – legten die Entwickler aus Stuttgart-Zuffenhausen den Fokus auf einen Sportwagen, nicht auf ein Schönwetterauto.

4 mm lange Spikes. 100% Spaß.

So exotisch die Porsche Driving Experience in Levi zunächst erscheinen mag, ist das Areal in Finnlands Wintersport-Metropole doch der richtige Schauplatz für ein Fahrtraining. Dank 2 mm bis 4 mm langen Spikes sind die 420 Ps bis 580 PS motorisierten 911 auch hier in der Lage, ihr volles Potenzial abzurufen.

Im Norden des Polarkreises sind die Bedingungen konstant und die Weiten scheinen unendlich. Das Vertrauen in den Elfer ist selbstverständlich, dass in die eigenen Fahrkünste beginnt parallel mit dem Heck bereits in der ersten Kurve des Drift-Kurses an Halt zu verlieren. Dabei lautet die Frage nicht „driften oder nicht driften?“ sondern „wie driftet man kontrolliert?“. Da mag der 911 Turbo S mit seinem 3,8-Liter-6-Zylinder-Biturbo-Boxermotor und seinen 580 PS selbstverständlich Spaß machen, jedoch überzeugt ein Neunelfer Carrera 4S, mit seinem Allradantrieb, persönlich mehr. Schaltet man das Porsche Traction Management, kurz PTM, beim Einfahren des Driftkurses aus und konzentriert sich nur noch auf Lenkeinschlag und Gaspedal, weicht eine eventuelle Skepsis schnell einem breiten Grinsen.

Die verschiedenen Elfer-Baureihen, seien die Unterschiede auch teils nur Nuancen, spielen im finnischen Levi ihre Stärken ebenso gekonnt wie beeindruckend aus. Dabei geht es hier um alles andere als Gas geben und das Lenkrad einschlagen. Unter den Argusaugen der Instruktoren lernt man, sein Fahrkönnen einzuschätzen und auch bei ungewohnten Strecken und Witterungsbedingungen stets die Kontrolle zu bewahren. Und ist man erstmal in der Lage, sein Fahrkönnen und einen Sportwagen wie den Porsche 911 besser zu kontrollieren, kann man dieses Wissen selbstverständlich auch im Alltag einbringen.

Beifahrer im GT3 Cup? Aber gerne.

Verlässt einen, nach einem ausgiebigen Fahrtraining, doch einmal die Konzentration, darf man sich auch von erfahrenen Rennsportlern eine Lektion erteilen lassen. So kann man beispielsweise mit dem deutschen Motorsportler des Jahres, Nico Hülkenberg, im Porsche GT3 Cup um die Kurven wehen oder einmal im futuristischen 918 Spyder ein Stück Zukunft bereits heute erleben.

Die Porsche Ice Force Fahrtrainings können direkt über Porsche gebucht werden. Hierbei stehen einem, je nach Lust und Laune sowie Fahrkönnen, zahlreiche Veranstaltungen offen, welche man sich nicht entgehen lassen sollte.

Danke Porsche für die Einladung.

Hi, ich bin Florian. Meinen Kaffee und meine Kleidung mag ich eher Schwarz. Ich schaue gerne in die Ferne, laufe ihr dabei auch mal ein Stück entgegen. Mehr von mir findet ihr auf Instagram und Twitter.