No meat for me - Ein Fazit nach acht Wochen

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No meat for me

No meat for me – Ein Fazit nach acht Wochen

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Ich habe Hunger. Hunger auf Fleisch, idealerweise medium-rare. Seit knapp acht Wochen habe ich bisher keine Form von Fleisch zu mir genommen. Ob man Fisch als Fleisch zählt, ist eher im Bereich Henne und Ei zu verorten, aber wir wollen die Kirche im Dorf lassen. No meat for me – Ein Fazit nach acht Wochen.

Da ich niemals das Bedürfnis hatte, täglich Fleisch zu konsumieren, läuft mein Alltag nahezu ab wie anno vegetativo. Mein Speiseplan beinhaltet Gemüse, Obst, Soja-Produkte, Fisch und allerhand anderes, nur eben kein Fleisch. Pudding und Haribo stehen nicht auf meinem Speiseplan beziehungsweise nur in der vegetarischen Variante. Da ich mich vegetarisch ernähren möchte und nicht muss, habe ich glücklicherweise keine schlechte Laune oder ähnliches Unbehagen. Hier liegt aber auch weiterhin gleichzeitig mein Problem, ich liebe Fleisch.

Mir läuft das Wasser im Mund zusammen

Auf dem Flug nach und von Kittila hatte ich bei meinem Hauptgericht jeweils Fleisch, Huhn und Rind, welches ich dann einfach beiseite gelassen habe. Es ist nicht die Art von Gericht, die ich generell leidenschaftlich gegessen hätte und so habe ich, entspannterweise, die Beilagen zum Hauptgericht gemacht. Schwierig wurde es allerdings, als Rentier-Steak und Rentier-Gulasch im Begriff waren, meinen Teller zu kreuzen. Hierbei ging es nicht um Tiefkühlkost, sondern um lokal gezüchtete und geschlachtete Ware. Bei dem Geruch und dem Anblick ist mir beinahe das Wasser im Mund zusammengelaufen, lediglich war es mit -15°C zu kalt dafür.

No meat for me

Auch ein blutiges Steak, welches in Innsbruck meinen Tischnachbarn serviert wurde, hätte ich grundlegend gerne auf meinem Teller gerne gefunden, aber irgendwie wehre ich mich ja. Dabei ist es interessant zu beobachten, dass ich gutes Fleisch und dessen Geruch nun noch mehr zu schätzen weiß als zuvor schon – Ich erwäge teilweise schon ein Patent für Meat-hadon zu beantragen, ich denke hierbei an ein Parfüm oder Mundspray mit Fleisch Geruch.

Viele meiner Mitmenschen scheinen hingegen immer sorgloser mit Fleisch und dessen Konsum umzugehen. Ich mag im Mathematikunterricht, selbstredend nur aus Langeweile, keine Leuchte gewesen sein, aber wenn 1 kg Bio-Hähnchenbrust knapp 40,-€ kostet, wie viel Hähnchen ist dann in sechs Chicken Nuggets für 0,99 € enthalten?

Ist mit einem vegetarischen Konsum nun alles besser? Definitiv nicht. Als vegetarische Alternative zum Steak wurden mir Kasnockerl serviert, welche sicherlich lecker aber auch kalorien- und kohlenhydrathaltiger waren, als das Stück Fleisch. Dies ist kein Phänomen, wird einem in Restaurants komischerweise immer eine schwerere Kost als Alternative serviert. Gesünder fühle ich mich auch noch nicht beziehungsweise kann ich keine sportliche Verbesserung bisher feststellen. Letzteres war jedoch einer der Hauptgründe für meine Nahrungsumstellung. Auf der einen Seite steht also ein leckeres Stück Fleisch, sei es am Stück oder als selbstgemachter Burger, während auf der anderen Seite die Neugier, zu wissen was passieren wird, steht.

Es ist nicht alles Gold was glänzt aber das Eichhörnchen ernährt sich bekannterweise auch mühsam, schauen wir also weiter, wie es mir in nächster Zeit ergehen wird. Fleischlos, selbstredend.

Hi, ich bin Florian. Meinen Kaffee und meine Kleidung mag ich eher Schwarz. Ich schaue gerne in die Ferne, laufe ihr dabei auch mal ein Stück entgegen. Mehr von mir findet ihr auf Instagram und Twitter.

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