Partnachklamm – Ein traumhaftes Wasserschauspiel

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Schon Goethe wusste, man muss nicht weit verreisen, liegt das Gute doch so nah. Überall gibt es Sehenswürdigkeiten, die unsere Wanderlust befriedigen, auch in einer Klamm. Partnachklamm – Ein traumhaftes Wasserschauspiel.

Etwa siebzig Kilometer südlich von München befindet sich der Kurort Garmisch-Partenkirchen. Erlangte der Ort nicht nur bereits früh Berühmtheit als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1936 sowie auf Grund zahlreicher Ehrenbürger, wie Maria Höfl-Riesch, Felix Neureuther oder Michael Ende, so ist er auch das Sprungbrett zur Zugspitze. Doch auch nicht so hochgewachsene Sehenswürdigkeiten wissen zu beeindrucken.

So schlängelt sich seit knapp 100 Jahren ein weiteres Naturphänomen den Weg in die Herzen seiner Besucher, eine Klamm. Durch die Erosionskraft der Partnach, eines Wildbachs der von einem Gletscher der Zugspitze bereits vor Millionen von Jahren gespeist wurde, bildete sich Stück für Stück eine Schneise im sogenannten Reintal. Über die Jahre Hinweg wurde diese Schneise immer länger und tiefer und grub sich mit all seiner Gewalt in das dortige Gebirge.

Das Resultat ist dabei so beeindruckend schön wie tief. So ist die Partnachklamm heute eine 702 m lange und 80 m tief im Gebirge liegende Klamm, welche das ganze Jahr als touristische Sehenswürdigkeit besucht werden kann. Dabei versetzt die, 1912 zum Naturdenkmal erklärte, Klamm nicht nur in Erstaunen, sondern anfangs in Ehrfurcht und Angst. So wurde die Klamm zunächst noch bis Ende des 18. Jahrhunderts genutzt, um Brennholz aus dem Reintal nach Garmisch zu befördern, ein Unterfangen, dass viele Leben forderte. Heute zeugen davon jedoch nur noch Tafeln und Büsten, nahezu versteckt inmitten der unbeschwerten Besucher.

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