Wings for life world run – München steht Kopf

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Der Countdown läuft. Der Puls steigt analog zu den Temperaturen und 8.000 Menschen warten auf eine sportliche Eskalation. Und das unter dem Wissen, etwas Gutes zu tun. Wings for life world run – München steht Kopf.

Fast ein Jahr habe ich darauf gewartet hier an der Startlinie zu stehen. Hatte ich den zweiten Wings for life World Run 2015 knapp verpasst, passte die dritte Ausgabe perfekt in meinen Wettbewerbskalender. Mit den beiden Halbmarathons Wien und Meran in den Beinen machte ich mich auf Richtung Startlinie am Olympiastadion. Die Stimmung vor dem Lauf war eine erfreute Anspannung, denn getreu dem Motto run for those who can’t!, wollte jeder sein Bestes geben.

Das Motto beschreibt hierbei auch schon das Konzept des WFLWorldRun. Läuft man bei anderen Laufveranstaltungen ins Ziel, läuft man hier quasi vor dem Ziel, einem Catcher Car, davon. Hat das Catcher-Car dich überholt, ist der Lauf für dich vorbei und du darfst dich über die zurückgelegten Kilometer freuen. Das gesamte Rennen ist erst vorbei, wenn bei den zeitgleich stattfindenden WFLs das Catcher-Car den letzten Läufer eingefangen hat. Dieses Mal bei einer Distanz von knapp 88 Kilometern.

Die Startgelder fließen dabei zu 100% in die Rückenmarksforschung ein und sollen dabei helfen, Querschnittslähmung erträglicher zu machen beziehungsweise zu beheben. Gerade für Personen, die nicht seit ihrer Geburt querschnittsgelähmt sind, ist dies oftmals ein Lichtblick. Beispielsweise für WFL-Ambassador Samuel Koch, der seit einem Autounfall im Rollstuhl sitzt.

Entsprechend dem persönlichen Anspruch wollte ich daher nicht nur meinen letzten langen Lauf vor Kopenhagen absolvieren, sondern auch schon in Wettkampf-Geschwindigkeit laufen. Ein Vorsatz, der, eher dank der Hitze als den Körper, nicht ganz umsetzbar war. Nach knapp 2:48 Stunden wurde ich vom Catcher-Car bei Kilometer 35 eingeholt und beendete mein Rennen. Auf dem Weg dahin wurde ich von anderen Läufern angefeuert, vom Publikum beklatscht und hatte einen Spaß, wie selten zuvor. Die Anmeldung für 2017 ist quasi schon sicher.

Hi, ich bin Florian. Meinen Kaffee und meine Kleidung mag ich eher Schwarz. Ich schaue gerne in die Ferne, laufe ihr dabei auch mal ein Stück entgegen. Mehr von mir findet ihr auf Instagram und Twitter.

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