Kopenhagen Marathon – 42 KM Sightseeing in Dänemark

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Es ist ungefähr 11:30 Uhr Morgens, die Sonne steht am Himmel, es sind knapp 25°C – ich bin gerade 28 Kilometer gelaufen und frage mich, warum? 14 Kilometer später halte ich eine Finishermedaille in meinen Händen, fremde Menschen jubeln mir zu und ich weiß, warum. Kopenhagen Marathon – 42 KM Sightseeing in Dänemark.

Absolvierte ich im Oktober 2015 meinen ersten Marathon, stand in Form des Kopenhagen Marathons nicht nur mein zweiter Lauf über die 42,2 KM Distanz auf der Agenda, sondern erwartete mich auch ein Wiedersehen mit meiner dänischen On/Off-Beziehung.

War ich durch mein Studium in der Hansestadt Bremen sowie meine Camping- und Reiseaffinität schon mehrmals in Dänemark und hatte mein Herz bereits an die dänische Hauptstadt verloren, so ist unsere Beziehung doch leider eine zu selten gepflegte. Hätte Dänemark Berge, wären meine Habseligkeiten schon im Container, so genieße ich München und setze vielleicht auf Kanada.

Per se sollte mein zweiter Marathon etwas ganz Besonderes werden, idealerweise gekrönt mit einer neuen PB, vielleicht sogar Sub3:00. Nach einer guten Vorbereitung inklusive der Teilnahme beim Wings for Life World Run, ließ ich mich schon Freitags in das Geschehen ziehen. Entgegen der bisherigen Laufexpos war die in Kopenhagen um einiges entspannter, gar familiär. Nebst dem Eventteam des München Marathons traf ich noch auf die aus Amsterdam und Florenz – bridge the gap von seiner schönsten Seite.

Kaum hatte ich gefühlt 40 Sightseeing-Kilometer und einen Shake Out – Run absolviert, befand ich mich schon auf dem Weg zum Start. War ich mir bis zum Start noch ungewiss, welche Zeit ich denn genau angreifen wollte, war sich gefühlt ganz Kopenhagen sicher, sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen zu wollen. Alle Straßen waren bereits gepflastert mit Menschen und diversen Laufcrews.

Während ich kurzerhand also auf die Sub3:00-Marke ging, flogen mir schon Konfettikanonen und eine Wand aus Applaus und Euphorie entgegen. Eine Stimmung, von der sich andere nicht nur eine Scheibe abschneiden können, sondern welche mich auch über die 42 Kilometer gepeitscht hat. Selbst bei der unerwartet hohen Hitze und der, ab Kilometer 30, schwindenden gesetzten Marke, war an Aufgeben nicht zu denken.

Gedankt wurde mir mein Durchhaltevermögen mit einer Finishermedaille, einem leichten Sonnenbrand, leckerem dänischem Bier im Ziel und einer neuen PB von 03:09:24, Platz 265 von knapp 9.500 Finishern. Skøl.

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