#NoMeatAthlete - Ein Jahr ohne Fleisch

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Vegane Currywurst

#NoMeatAthlete – Ein Jahr ohne Fleisch

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Es ist der erste Weihnachtstag, knapp 600 Kilometer liegen hinter mir und bei all der Festtagsstimmung schwebt eine Frage im Raum Was isst der Junge denn jetzt nun?. #NoMeatAthlete – Ein Jahr ohne Fleisch.

Am 29. Dezember 2015 war ich nicht nur gesättigt von der Festtagsschlemmerei, ich war auch Fleisch mehr als satt. Ich konnte es schlichtweg nicht mehr sehen und hatte auch kein Verlangen nach selbigem. Meinem Vorsatz, kein Fleisch in absehbarer Zeit zu essen, kam mein 1 1/2 wöchiger Krankenhausaufenthalt ganz gelegen, konnte ich mich so gedankenlos einem vegetarischen Speiseplan widmen. War für mich der generelle Fleischkonsum nie ein Muss, verging unbemerkter weise Woche um Woche ohne das sich ein Steak auf meinem Teller wiederfand. Seltsamerweise bemerkte ich statt einem Hungergefühl vermehrte Wehwehchen, wie diverse Grippen und Schnupfen, welche sich jedoch nach einigen Wochen auch in Luft auflösten.

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Mein Vorsatz folgte weder einem ethischem Gedanken noch einer strikten Absicht. Wer Massentierhaltung befürwortet ist ein Idiot gegenüber sich selbst und der Umwelt, da wollen wir gar nicht erst diskutieren. Wochen wichen Monaten und interessanterweise mit ihnen auch der Speck. Fühlte ich mich nach den ersten Monaten nicht nur deutlich fitter, hatte ich auch das Gefühl, weniger speckig zu sein. Die sportliche Regeneration verlief weitaus schneller als zuvor und auch mein Leistungsniveau besserte sich bei gleichbleibendem Trainingsaufwand. Getreu dem Motto Don’t change a running system behielt ich meine Ernährung bei und stieg vor knapp einem halben Jahr auf eine nahezu vollständige pflanzenbasierte Ernährung um.

Vegane Currywurst

Der finale Verzicht auf tierische Produkte, im Gegensatz zu Fleisch generell, war hierbei bewusst gewählt. Gerade Milchprodukte sind bekannt dafür, entzündungsfördernd zu sein und Stresshormone zu begünstigen, beides Gründe, die für mich als Sportler eher kontraproduktiv sind. En Vogue ist eine derartige Ernährung, zumindest in Deutschland, definitiv nicht. Zu oft muss ich mir gerade unterwegs vorab Gedanken machen, was ich esse beziehungsweise einkaufe. Ich selbst thematisiere das Thema kaum und lebe, Scott Jurek sei dank, pflanzenbasiert. Bekehrungen haben noch nie funktioniert, da muss man nur mal einen Blick in die Geschichtsbücher werfen.

Ob mir etwas fehlt? Eigentlich nicht. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ich habe meine Gewohnheiten einfach geändert. Meinen B12 Haushalt unterstütze ich durch Nahrungsergänzungsmittel, mein Eiweiß-Haushalt ist durch Produkte wie Soja, Bohnen oder Erbsen gedeckt und ansonsten geht es mir auch recht gut. 11 Wettkämpfe im vergangenen Jahr, davon eine Marathonzeit von 3:01:19 in Berlin und das Finish beim ZUT Supertrail auf der 63 Kilometer / 3.000 Höhenmeter Distanz geben mir hierbei definitiv recht, oder?

Hi, ich bin Florian. Meinen Kaffee und meine Kleidung mag ich eher Schwarz. Ich schaue gerne in die Ferne, laufe ihr dabei auch mal ein Stück entgegen. Mehr von mir findet ihr auf Instagram und Twitter.

2 Comments

  1. Sorry, wieder so ein Missionierungsversuch… die Angeführten Behauptungen zu deiner Leistungsfähigkeit sind rein subjektiv, wenn ich dich jetzt nach 100% Fakten dazu Frage wirst du nichts liefern können. Die Tatsache das du dir “Ergänzungsmittel” einwerfen musst, zeigt nahezu perfekt das an deine Behauptung nichts aber auch gar nichts dran sein kann… Dein System läuft scheiße und um nicht zu verrecken frisst du Genmanipuliertes Soja und Tabletten, aber es geht dir ja soviel Besser wie vorher… haha…

  2. Hallo Hans, ich muss dich leider enttäuschen, denn dem Artikel liegt kein Missionierungsversuch zugrunde. Ich bitte hierbei ja niemanden, seine Ernährung zu ändern, spreche über Tierversuche oder Tierquälerei. Des Weiteren sind meine Erfolge und mein Leistungsniveau selbstverständlich Dinge, die mich betreffen, daher eher subjektiv, nichtsdestotrotz merke ich für mich, dass es mir besser geht. Das kann ich auch dadurch belegen, dass meine Zeiten bei Wettkämpfen besser und die benötigten Regenerationsphasen kürzer werden. Mein System läuft zudem ziemlich rund, ich versuche lediglich, es stetig zu verbessern. Zuletzt ist es außerdem so, dass Soja-Produkte aus dem europäischen Raum nicht gentechnisch verändert sind, du es aber bei Tierfutter-Soja nicht ausschließen kannst.

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