Paris – Die Stadt des guten Geschmacks

by

Der Wind zieht durch die offenen Fenster in die Metro. Es ist April und trotzdem macht sich bereits eine ungewohnte Wärme im Untergrund der französischen Hauptstadt breit. Außen hui, innen pfui – ein Sprichwort, welches wohl beim Gedanken an die Pariser U-bahn entstanden ist. Generell ist die Stadt der Liebe und Mode eine, deren Äußeres und Inneres getrennte Wege gehen. Paris – Die Stadt des guten Geschmacks.

Wer den Eiffelturm besteigt, wird mindestens einen Heiratsantrag erleben, wenn nicht sogar selbst einen machen. Überall trinkt man Rotwein, Baguette und Süßspeisen laden jederzeit zu einer kleinen Auszeit ein. Zwischen den Pausen jagt man von einer Boutique in die nächste und bestätigt Klischees mit Bravour.

Der Franzose? Vielleicht ein Verwandter des bayerischen Grantlers oder eines echten Hanseaten. Am Ende sind wir alle nur Menschen, die sich doch, positiv, von der Maße abheben wollen. Eine Stadt, zu groß, als das man sein Viertel verlassen möchte, in der jede Ecke geschichtsträchtig ist und in der Mode der zweite Vorname ist. Die Sonne ist der französischen Hauptstadt fast immer wohl geneigt. Vielleicht ist die Mode und das modische Bewusstsein daher hier immer ein bisschen fröhlicher, als anderswo.

Gegensätze ziehen sich an. Reibung der Elemente, welche eine gewisse Anziehungskraft versprühen und gerade dadurch den Reiz ausmachen. Denn während man woanders einfach lebt, erlebt man hier etwas. Niemand will sich dir aufdringen, man gibt sich Mühe ohne bemüht zu sein, ein modisches Verständnis aus der Selbstverständlichkeit heraus.

Die Metro hält, man verlässt die schier endlosen Gänge und betritt das Tageslicht. Die warmen Sonnenstrahlen legen sich wie ein Schleier auf die Haut, dass eigene Spiegelbild im Schaufenster gegenüber begrüsst einen freudig und man versteht, warum dies die Stadt der Mode und Liebe ist.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*