Stopover in Singapur – Auf ein kurzes Date mit einer Metropole

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Während die Stewardess uns Kaffee und unser Frühstück serviert, begrüßt uns die Straße von Singapur bereits durch das Flugzeugfenster. Eine nicht enden wollende Wand aus Frachtschiffen steht dort Spalier und weist uns unseren Weg gen Stadt-Staat. Stopover in Singapur – Auf ein kurzes Date mit einer Metropole.

Nach einer kurzen Ewigkeit im Changi AIrport betreten wir singapurischen Boden und werden erstmal auf selbigem niedergestreckt. Auf 16°C klimatisiertes Flughafengebäude folgen knackige 29°C Außentemperatur mit ca. 65% Luftfeuchtigkeit. Der Stadt-Staat gibt sich als Dampfsauna, zumindest wenn man sich nicht gerade in den heruntergekühlten Malls oder Transportmitteln befindet. Der Kopf verarbeitet Sightseeing, der Körper einen dauerhaften Hitze-Kälte-Ausgleich.

Spricht man von München gerne als eine der saubersten und ordentlichsten Städte Deutschlands, mag man sich in Singapur auf den Boden setzen und von selbigem Essen. Der Stadt-Staat verteilt sich auf die 1,5 fache Fläche der Stadt Bremen bei der zehnfachen Einwohnerzahl. Ohne Regeln würde hier nichts funktionieren und davon gibt es einige.

In Singapur wird nahezu alles bestraft, bis hin zum Kaugummi auf den Boden werfen und genau deswegen funktioniert hier alles wie geschnitten Brot. Straßen aus dem Bilderbuch durchpflügen eine Mixtur aus Frankfurt Skyline und Düsseldorf Altstadt. Kleine bunte Restaurants spiegeln sich in den schier endlosen Wolkenkratzern und verdeutlichen die Symbiose aus Tradition und Fortschritt.

Wo der Merlion, in Anlehnung an die Ursprünge als Fischerdorf, Gäste in der Marina Bay um sich zu versammeln weiß, lockt das Marina Bay Sands mit einer Mischung aus Größenwahn und Spielsucht.

Erwartet den Touristen stetiges Treiben und Geschäft an der Oberfläche, findet er das ungezwungene Singapur unter Tage wieder. Riesige Foodcourts, die die Geschmäcker Asiens befriedigen, schlagen ihre Wurzeln unter der Stadt. Das soziale Leben, fernab von Black-and-White Dresscode, sitzt gemütlich in den so lauten wie kleinen Restaurants und genießt ein umtriebiges Miteinander.

Singapur ist die schönste grüne Lunge der Welt und Skyline, kontrollierter Verkehr und Energieverschwendung dank Klimaanlage, Weltoffenheit und Tradition. Singapur ist wahrscheinlich mit einer der schönsten Stopover der Welt.


Öffentlicher Verkehr: Das Verkehrssystem ist gut ausgebaut, Bedarf aber etwas Vorbereitung. Im Bus kann man nur bar zahlen und bekommt kein Rückgeld. Es gibt aufladbare Chipkarten, allerdings müssen diese zuvor gekauft werden.

Trinkgeld: Trinkgeld ist unüblich, Taxifahrer freuen sich aber über ein kleines Extrageld.

Essen: Foodcourts sind günstiger als Restaurants und in zahlreichen Vierteln vertreten. Oftmals befinden sich die Fressecken unter den Malls. Vegetarische und vegane Optionen sind machbar, man muss nur fragen.

Laufen / Sport: Man kann in Singapur sehr gut joggen gehen, allerdings sollte man keine PB erwarten. Eine Luftfeuchtigkeit von 65% und mehr in der Regenzeit macht jeden Meter zu einem hart erarbeiteten.

Geld: Der Kurs Singapur Dollar zu € liegt aktuell bei 1,6:1

Temperaturen: Singapur ist heiß und feucht. Nebst Sonnencreme und leichter Kleidung empfiehlt sich ausreichend Flüssigkeit zu trinken.

Place to be: Chinatown, India Town, Haji Lane, Orchard Road, Marina Bay, Singapur Botanical Garden

Song: Manfred Mann – Blinded by the Light