Gelebte Entspannung – Ein Besuch der indonesischen Insel Bali

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Der Wind weht durch den Baldachin, während die Sonne unaufhörlich auf die Dachterrasse scheint. Es sind 32°C, und bis auf den Wind ist es totenstill. Gelebte Entspannung – Ein Besuch der indonesischen Insel Bali.

Hitze und Regen wurden gerade durch Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit ersetzt, als wir den Flughafen auf Bali betreten. Über den Abflugterminal begeben wir uns zu den Blue Bird Taxen und beginnen eine endlose Reise durch den Verkehr Balis.

Auf Straße folgt ein Flickenteppich aus Asphalt und Bodenwellen, welcher im Nachhinein betrachtet gewollt erscheint. Statt Überholspur läuft auf Bali alles einen Gang langsamer, selbst der Personennahverkehr zeigt keinen Grund zur Eile.

Während im Alltag die Uhr oftmals gefühlt nur 12 Stunden parat hat, verschläft sie hier eher den Tag. Die Hitze legt sich wie ein angenehmer Film auf den Körper und zwingt zur Entschleunigung. Mag man anfangs noch zig Punkte auf der Agenda haben, wischt man sich im nächsten Moment mit ihr den Schweiß von der Stirn, und das ist gut so.

Reist man nach Bali braucht man nur ein An- und Abreisedatum, der Rest ergibt sich nahezu wie von selbst. Man lebt in den Tag hinein, genießt das indonesische Essen von früh bis spät und wechselt zwischen Tempelanlage und Pool.

Die feuchte Luft hängt, vom Qualm der Räucherstäbchen schwanger, über der Insel. Während der Starkregen jeden Städtetrip im Keim ersticken würde, ziehen wir gemütlich unsere Bahnen durch den Pool und genießen den Blick auf die Reisfelder. Die Sorgen des Alltags haben sich entweder die Bäuche voll mit Tempeh und Super Bowls geschlagen, oder schlafen unter dem Sonnenschirm.

Auf Yoga folgt Spa, folgt Yoga, folgt Spa. Die Frage nach Honeymoon verneinen wir vehement und doch werden wir wie Könige behandelt. Jede Pore meines Körper ist entspannt und erst als knapp 50kg auf meinem Rücken auf und ab laufen, spüre ich so etwas wie Anspannung.

Der Preis für das vermeintliche Paradies ist gering, lediglich Zeit und Geduld sollte man mitbringen. Geduld, wenn auf Grund des Starkregens einfach vieles nicht funktioniert und man lediglich dem Regen beim fallen zuschauen kann. Zeit, weil das gemeinhin bezeichnete Malle Australiens knapp einen Reisetag von Deutschland entfernt liegt.

Mein Sportarzt sagte mir mal, einen Tod muss man sterbe, ich glaube auf Bali wäre ich bereit dafür.


Öffentlicher Verkehr: Um von A nach B zu kommen gibt es entweder Miet-Roller oder Taxen. Da die Blue Bird Taxen meist nur Drop-Off Rechte in den Ortschaften haben, ist man auf private Fahrer und Verhandlungsgeschick angewiesen. Man sollte beim Ausleihen von Scootern die Bremsen testen, nach einem Helm fragen und bedenken, dass auf der Insel Linksverkehr gilt.

Trinkgeld: Trinkgeld wird gerne gesehen, ist aber oftmals schon als Service-Fee in den Rechnungen enthalten.

Essen: Ob ihr eine Küche in eurer Unterkunft habt oder nicht ist fast marginal. In den kleinen Restaurants ist es oftmals genauso günstig wie wenn ihr selber kocht, die Menge der Gerichte ist auch ausreichend. Selbstverständlich kann man sich auch von Schnitzeln und Fritten ernähren, aber dafür reist man ja nicht nach Bali. Ich empfehle Tempeh, Bowls und Dragonfruit.

Laufen / Sport: Bali steht Singapur in nichts nach. Man kann sehr gut joggen gehen, allerdings sollte man keine PB erwarten. Eine Luftfeuchtigkeit von 65% und mehr in der Regenzeit macht jeden Meter zu einem hart erarbeiteten.

Geld: Der Kurs indonesische Rupiah zu € liegt aktuell bei 16.000:1 Eine Massage kostet meist 10,-€, ein Bier 2,-€.

Temperaturen: Bali ist, wie Singapur, heiß und feucht. Nebst Sonnencreme und leichter Kleidung empfiehlt sich ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Sonnencreme bekommt ihr überall mit LSF50, welcher auch angebracht ist. Idealerweise bringt ihr Sonnencreme von daheim mit, da sie auf Bali oft um die 20,-€ kostet.

Unterkünfte: Flower Bud Bungalos*, Kishi-Kishi Ubud Villas*, Echo Beach Resort*

Place to be: Ubud, Reisfelder – Ubud, Deus ex Machina – Canggu, Stay Wild Kaffee – Canggu, Uluwatu Tempel, Echo Beach – Canggu, Canggu

Song: The Girls – Lust for life

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