Wings for life world run – München vs. Christina Surer

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Der Fön bläst über die karge Landschaft hinter den Toren der bayrischen Hauptstadt. Die Sonne scheint unaufhörlich und es wirkt, als ob beide gemeinsame Sache mit dem Catcher Car machen. Wings for life world run – München vs. Christina Surer.

Der Planet brennt, doch statt Siesta heißt es Startschuss. Lange gerade, Kurve links, Kurve rechts, hindurch durch ein Spalier aus Zuschauern. Während die Wings for life einen fast zu tragen scheinen, ziehen Sonne und Untergrund Ikarus-esk nach unten. Nur zurückgelegte Kilometer sind gute Kilometer und werden eher als Sieg, denn Zwischenziel, gefeiert.

Es gleicht fast an Schulbank drücken, aber sobald man sich als Teil des Ganzen, des greater goods, verstanden hat, ist die Bereitschaft sich den Arsch aufzureißen nahezu unermesslich. Menschlichkeit mag vielleicht nach Pathos klingen, doch genau dass ist es, was ich durch meine verschwitzten Sonnenbrillengläser um mich herum erkenne, während ich den Pacern folge.

Es ist ein Kampf gegen den inneren Schweinehund, welchen ich in einem Rennen so nahezu nirgends vorfinden kann. Meine Lunge brennt, jeder Schatten wirkt wie eine Oase der Erholung, an den Getränkestationen herrscht Happy Hour und die ganze Zeit sucht man das Catcher car um Christina Surer, nur um es eben nicht zu sehen.

Zwischen 5 KM und 35 KM scheint alles machbar, oder auch nicht. Während beim Halb- und Marathon ein point of no return existiert, gibt es hier nur alles geben und dann noch ein Stück weiter. Bis zum Shuttle, dann noch ein Stück weil das Catcher car noch nicht da ist und dann nochmal ein Stück schneller für das nächste Schild. Verrückt, aber verdammt geil.

Ein Sub40 auf 10K zählt heute so wenig wie ein Sub3 auf 42K, aber alles geben, obwohl man kaum noch laufen kann, weil jemand im Rollstuhl neben dir genau das gleiche macht, ist unbezahlbar.

Danke für die Unterstützung an die Wings for Life Stiftung / Red Bull. Bis zum nächsten Jahr. <3

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