Die Kolumne – Lyrische Blackouts in wöchentlicher Routine KW52

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Die Kolumne ist ein kurzer Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform 1. Die Meinung ist meine und bezieht sich auf meinen Tag. Die Highlights meiner Blackouts gibt es in wöchentlicher Routine, verpackt in lyrischen Kleintexten ergo Die Kolumne – Lyrische Blackouts in wöchentlicher Routine KW52.


Kolumne KW 52

XXVIIIXII:
Die Aromen von Orangen, Malz und Hopfen spielen Ping-Pong, mit meinem Gaumen, während meine Geruchssensoren Achterbahn fahren. Dank Boz Scaggs und einem Mikkeller IPA bin ich gedanklich schon in Aarhus, während ich von Weihnachten gestresste Fluggäste um mich weiß.

Der Sicherheitsgurt darf die Tage gerne etwas größer ausfallen und der sonst so gestresste Tourist gönnt sich heute zwischen der ein oder anderen Gedrängel-Attacke schon ob der Weihnachtsplautze eine Auszeit.

Kolumne KW 52

“Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr essen, aber Nachtisch, klar, der geht immer”, halt es mir noch in den Ohren. Mag Völlerei 362 Tage eine der sieben Todsünden sein, schaut die Kirche anscheinend über Weihnachten gerne weg. Gut, man ist ja auch mit der Geburt Jesus Christi und Weltfrieden beschäftigt, aber es scheint doch dubios, dass gegen Weihnachten BMI und Sättigungsgefühl böhmische Dörfer statt Heilige aus dem Morgenland sind.

Dabei ist es auch egal, ob man zu dritt oder zwölft ist, es ist per se die Anzahl der Personen hoch zwei aufgetischt. Immer. Überall. Und dann isst man, nörgelt, isst und isst weiter, bevor man auf der Waage nörgelt nur um gefrustet weiter zu essen. Das besinnliche an Weihnachten soll sich schließlich in den Aromen der Sahnesauce statt dem Glitzern in den Augen der Gäste widerspiegeln.

Dem letzten Spatenstich in die Pute folgt die hastige Abreise zum nächsten Verwandten, das Essen könnte schließlich kalt werden. Aber dann, am Stern Bethlehems, dem letzten Verwandten angekommen, trinken wir auf die Feiertage, bis wir den Stern sehen. Spätestens am nächsten Morgen.

Da warte ich dann auch auf Sie im Flugzeug mit einem kalten Mikkeller IPA. For auld lang syne, my dear. For auld lang syne.

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