Die Kolumne – Lyrische Blackouts in wöchentlicher Routine KW07/19

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Die Kolumne ist ein kurzer Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform 1. Die Meinung ist meine und bezieht sich auf meinen Tag. Die Highlights meiner Blackouts gibt es in wöchentlicher Routine, verpackt in lyrischen Kleintexten ergo Die Kolumne – Lyrische Blackouts in wöchentlicher Routine KW07/19.


 
Kennen Sie das, Sie sehen ein Bergpanorama, die Sonne steht im Zenith, das Wasser glitzert wie ein Diamant, die Kuhglocken erhellen die Stille und das Grün der Wiesen glitzert wie ein werksneuer Porsche 911.

Sie zücken Ihr Handy, machen ein Foto und wissen schon während Sie den Auslöser betätigen, dass dies nur ein amateurhafter Schnappschuss von etwas ist.

Manche Dinge lassen sich nicht in ihrer Schönheit fotografieren, fehlt dem Produkt Bild die Aura. Entsprechend aussichtslos ist es per sé einen Text über jemanden zu verfassen, der umgangssprachlich das deutsche Reimbuch genannt wird.

Es gibt diese Menschen im Hintergrund, die ob ihrer Genialität die Fäden ziehen, so häufig wie eine totale Sonnenfinsternis in das Rampenlicht treten, nur um die Bühne in Schutt und Asche zu zerlegen. Was in dem Bruchteil der Präsenz und dem Ascheregen passiert macht einen sprachlos, nicht nur weil man die Stimme durch lautstarkes Mitsingen verloren hat.

Wer dem Ruhrgebiet gute Laune zu schreiben kann und es gleichzeitig Salonfähig macht, fährt entweder einen Opel Manta oder… wobei Dendemann laut eigener Aussage seit eh und je Ford fährt. Ein Künstler, dessen lyrische Genialität jede Taxifahrt in den Orient Express verwandeln kann, dem man mit dem Nosing Glas in der Hand zuprosten möchte, nur um im nächsten Augenblick ins Becken zu springen, um zu erkennen, dass man Nichtschwimmer ist, sollte man meiner Meinung nach folgenden Text widmen: Dendemann.

Fertig. Manchmal wird man einer Sache nicht gerecht und das per sé. In diesem Moment sollte man sein Handy beiseite legen, die Anlage laut aufdrehen und dankbar dafür sein, ein musikalisches Genie zu Lebzeiten erleben zu dürfen. Lieber Dendemann, dank ihnen geht es mir sehr, sehr gut.

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